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Digital Crafting sehe ich als Model einer Arbeitsweise welche, angetrieben von gegenwärtigen digitalen Entwurfs- und Produktionstechniken, einen neuen Umgang mit und eine nahtlose Verbindung von Form, Konstruktion und Materialität impliziert. Es geht dabei weniger um das klassische Entwerfen von Produkten und deren Fertigung mittels computergesteuerter Fabrikationsmethoden als um das Erlangen von grundlegenden Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Prozessen zur Erzeugung von Form und Funktion. Digital Crafting bedeutet für mich das Erschaffen dynamischer, ganzheitlicher Systeme, einer gleichwertigen Verbindung von Design und Fabrikation, und daraus resultierenden Manifestationen, welche mit anderen Mitteln nicht oder nur schwer erreichbar wären. Das spielerische Erforschen solcher Prozesse, eine Souveränität im Umgang damit und das eigenständige Zurechtfinden in zugehörigen Communities und Netzwerken ist, was meiner Meinung nach an die Studenten in diesem Zusammenhang vermittelt werden sollte. Machen, Experimentieren und Prototypen, das Erfahren von Grenzen und Möglichkeiten und die wechselseitige Beeinflussung von Entwurf und Objekt sind grundlegende Bestandteile dieses Themas.“

Dr. Sc. ETH Zürich Manuel Kretzer, 2016

 

Das Fach Digital Crafting ist Teil des neuen Studiengangs ‚Design in der Digitalen Gesellschaft‚ an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig

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